Die Fähigkeit von KI-Systemen, komplexe Aufgaben selbstständig zu bewältigen, entwickelt sich mit alarmierender Geschwindigkeit. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Bereits in fünf Jahren könnten KI-Modelle monatelange Projekte autonom durchführen.
Das Metric Evaluation and Testing Research Institute (METR) hat eine innovative Methode zur Messung von KI-Fähigkeiten entwickelt. Der neue "Task-Completion Time Horizon" quantifiziert, wie lange eine KI-gestützte Aufgabe (gemessen an menschlicher Arbeitszeit) mit 50% Erfolgswahrscheinlichkeit durchgeführt werden kann. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Aktuelle Spitzenmodelle wie Claude 3.7 Sonnet können bereits Aufgaben bewältigen, die Menschen etwa 50 Minuten beschäftigen würden.
Noch beeindruckender ist die Entwicklungsgeschwindigkeit: Seit 2019 hat sich dieser Zeithorizont etwa alle sieben Monate verdoppelt. Sollte dieser Trend anhalten, könnten KI-Systeme bis 2030 in der Lage sein, monatelange Projekte vollständig autonom durchzuführen - von der Planung bis zur Umsetzung.
Technologische Treiber der KI-Evolution
Die rasante Entwicklung wird durch mehrere Faktoren beschleunigt: Verbesserte Zuverlässigkeit, fortschrittliche Fehlerkorrektur, logisches Denkvermögen und die Fähigkeit zum Einsatz externer Werkzeuge. Besonders relevant ist die Fähigkeit moderner KI-Systeme, Fehler zu erkennen und eigenständig zu korrigieren - eine Schlüsselkompetenz für komplexe Aufgaben.
Die Forscher verwendeten verschiedene Datensätze wie HCAST, RE-Bench und neu entwickelte Software-Aufgaben, um KI-Modelle von 2019 bis 2025 zu bewerten. Die Validierung erfolgte durch externe Datensätze wie SWE-Bench, was die Robustheit der Ergebnisse unterstreicht. Neuere Studien in Nature Machine Intelligence bestätigen diese Entwicklung und zeigen ähnliche exponentielle Trends mit Verdopplungszeiten zwischen sechs und neun Monaten.
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Das jüngste Beispiel liefert OpenAI mit GPT-5. Das Modell kann mehrtägige Dialoge aufrechterhalten und Programmieraufgaben lösen, die für menschliche Experten ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen würden. Diese Entwicklung entspricht exakt den Projektionen von METR.
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Zusammenfassung:
- Aktuelle KI-Modelle können Aufgaben mit einer menschlichen Bearbeitungszeit von etwa 50 Minuten zuverlässig bewältigen
- Der Zeithorizont für KI-Aufgaben verdoppelt sich alle sieben Monate seit 2019
- Diese exponentielle Entwicklung könnte KI-Systeme bis 2030 befähigen, monatelange Projekte autonom durchzuführen
- Studien in Nature Machine Intelligence bestätigen diesen Trend mit ähnlichen Verdopplungszeiten
- Die Entwicklung wird durch verbesserte Fehlerkorrektur, logisches Denken und Werkzeugnutzung beschleunigt
- Einige Forscher warnen vor möglichen Plateaus in bestimmten Domänen bei zunehmender Aufgabenkomplexität
Quelle: Metr

Florian Schröder ist Experte im Online-Marketing mit Schwerpunkt PPC (Pay-Per-Click) Kampagnen. Die revolutionären Möglichkeiten der KI erkennt er nicht nur, sondern hat sie bereits fest in seine tägliche Arbeit integriert, um innovative und effektive Marketingstrategien zu entwickeln.
Er ist überzeugt davon, dass die Zukunft des Marketings untrennbar mit der Weiterentwicklung und Nutzung von künstlicher Intelligenz verbunden ist und setzt sich dafür ein, stets am Puls dieser technologischen Entwicklungen zu bleiben.