OpenClaw 2.0 ist das bisher größte Update des Open-Source-KI-Agenten und vereinfacht die Installation grundlegend – gleichzeitig führt die neue Version mit Shared Cloud Sessions kollaborative Agenten-Workflows für Teams ein.
OpenClaw 2.0: Das größte Update seit dem Projektstart
OpenClaw hat sich seit dem Start als KI-Agenten, der den eigenen PC wirklich steuert, zu einem der am schnellsten wachsenden Open-Source-Projekte im KI-Bereich entwickelt. Am 30. August 2026 hat das Team um Gründer Peter Steinberger und Chief Architect Vincent Koc mit Version 2026.8.1 – offiziell als OpenClaw 2.0 bezeichnet – das umfangreichste Release der Projektgeschichte veröffentlicht.
Die Zahlen dahinter sind beachtlich: 933 Mitwirkende, davon 569 Erstbeitragende, haben über 16.000 Pull Requests eingebracht. Rund 50 Prozent aller jemals in OpenClaw gemergten Pull Requests stecken in diesem einen Release. Die Entwicklung dauerte knapp sieben Wochen – deutlich länger als die vorherigen 106 Releases in 230 Tagen, weil das Team Installation, Speicher, Sicherheit und die Browser-Oberfläche gleichzeitig überarbeitet hat.
OpenClaw bleibt dabei seinem Grundprinzip treu: Der Agent läuft lokal auf der eigenen Hardware, ist unter der MIT-Lizenz vollständig Open Source und wird von der unabhängigen, gemeinnützigen OpenClaw Foundation verwaltet – finanziert unter anderem durch OpenAI, GitHub und NVIDIA als Sponsoren.
Download und Installation von OpenClaw 2.0 stehen für alle wichtigen Plattformen bereit:
- macOS (15+, Universal Binary) – Download direkt über openclaw.ai
- Windows (10/11, x64 oder ARM64)
- Linux (AppImage oder .deb-Paket)
- One-liner-Installation:
curl -fsSL https://openclaw.ai/install.sh | bash - npm:
npm i -g openclaw
OpenClaw 2.0 installieren: So einfach wie nie zuvor
Die Installation war für viele Einsteiger bislang die größte Hürde bei OpenClaw. Mit OpenClaw 2.0 ändert sich das: Bei der Ersteinrichtung erkennt der Agent automatisch, was auf dem Rechner bereits vorhanden ist – bestehende ChatGPT- oder Claude-Abos, API-Keys und lokal installierte Modelle werden direkt eingebunden, statt dass Nutzer sie manuell konfigurieren müssen. Ein Großteil der bisherigen Konfiguration wurde gestrichen oder in Gespräche mit dem Agenten nach dem Start verlagert.
Kern dieser Vereinfachung ist die komplett neu aufgebaute Browser-Oberfläche, die jetzt als primärer Einstiegspunkt dient. Sie öffnet sich direkt in eine Konversation mit dem eigenen Agenten:

Wer OpenClaw lieber dauerhaft auf einem eigenen Server statt auf dem lokalen Rechner betreiben möchte, findet die Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu im Artikel OpenClaw mit Hostinger selbst hosten. Für alle, die zusätzlich komplett offline mit lokalen Modellen arbeiten wollen, lohnt sich ein Blick in die Anleitung zu lokaler KI mit Ollama, die sich direkt mit OpenClaw kombinieren lässt.
Wer OpenClaw über Hostinger hostet, bekommt einen eigenen Server, auf dem der Agent rund um die Uhr läuft, ohne dass der eigene Rechner dafür durchlaufen muss.
Collaborative Agents: OpenClaw 2.0 wird zum Multiplayer-Tool
Die zweite große Neuerung von OpenClaw 2.0 sind die sogenannten Shared Cloud Sessions. Bislang war ein OpenClaw-Agent an eine Person gebunden – wollte man einen Kollegen einbeziehen, ging der bisherige Kontext verloren. Mit Shared Cloud Sessions können mehrere Nutzer dieselbe Agenten-Session gemeinsam nutzen, Aufgaben untereinander aufteilen und live am selben Workspace mitarbeiten.
Das Entwicklerteam hat dieses Feature nach eigener Aussage zuerst intern genutzt, um OpenClaw 2.0 selbst zu bauen – inklusive eines gemeinsamen Dashboards, über das mehrere Teammitglieder gleichzeitig an Projekten arbeiten:

Chief Architect Vincent Koc bringt das Prinzip auf den Punkt: 50 Prozent aller jemals gemergten Pull Requests stammen aus diesem einen Release – gebaut wurde OpenClaw 2.0 damit erstmals konsequent mit OpenClaw selbst. Gründer Peter Steinberger beschreibt Multiplayer-Coding und die neuen Cloud-Ressourcen als Faktoren, die verändert haben, wie sein Team arbeitet.
Sicherheit in OpenClaw 2.0: Neue Schutzmechanismen für Plugins und Credentials
Mit mehr Reichweite und mehr Nutzern im Team wächst auch der Anspruch an die Sicherheit. OpenClaw 2.0 bringt dafür mehrere neue Mechanismen mit:
- Private Credential Requests: Agenten fordern Zugangsdaten über maskierte Prompts an – die eigentlichen Werte tauchen weder im Chatverlauf noch im Modell-Kontext auf.
- Proxy-Kontrolle: Ein optionales Proxy-System beschränkt die Verwendung geschützter Zugangsdaten auf zuvor genehmigte Ziele.
- Team-Credential-Store: Ein gemeinsamer, lokal gespeicherter Tresor erlaubt es Admins, teamweite Secrets und Umgebungsvariablen zu verwalten, ohne die Werte selbst offenzulegen.
- 1Password-Integration: Ein optionaler Broker unterstützt kuratierte Secret-Referenzen inklusive Freigabeprozess, ganz ohne Wert-Exposition.
- Plugin-Transparenz: Vor jeder Installation zeigt OpenClaw 2.0 Berechtigungen, Quelle, Version und Artefakt-Details eines Plugins an. Installationen aus nicht vertrauenswürdigen Quellen benötigen zusätzlich das
--force-Flag.
OpenClaw 2.0 vs. andere KI-Agenten: Die wichtigsten Vorteile
- Vollständig Open Source: OpenClaw läuft unter der MIT-Lizenz – im Gegensatz zu proprietären Agenten-Plattformen wie geschlossenen ChatGPT- oder Copilot-Agenten liegt der komplette Code offen.
- Lokale Kontrolle über Daten: Der Agent läuft auf der eigenen Hardware, nicht in einer fremden Cloud. Anders als bei IronClaw, das gezielt auf einen sicherheitsfokussierten, minimalistischen Rust-Kern setzt, verfolgt OpenClaw einen breiteren Ansatz mit mehr Integrationen bei vergleichbarer lokaler Kontrolle.
- Keine Abo- oder Token-Kosten: Es gibt kein Abonnement, keinen gehosteten Tarif und keine nutzungsbasierte Abrechnung durch OpenClaw selbst.
- 29 angebundene Messaging-Kanäle: WhatsApp, Telegram, Discord, Slack, Signal, iMessage und weitere Kanäle lassen sich parallel nutzen.
- Jetzt mit Collaborative Agents: Mit Shared Cloud Sessions positioniert sich OpenClaw 2.0 klar als Team-Tool, während viele Konkurrenzprodukte auf Einzelnutzer ausgelegt bleiben.
- Unabhängige Governance: Die OpenClaw Foundation als gemeinnützige Organisation entscheidet über die Weiterentwicklung – nicht ein einzelnes Unternehmen mit eigenem Geschäftsmodell.
OpenClaw 2.0: Preise und Lizenzmodell
OpenClaw 2.0 bleibt komplett kostenlos und quelloffen. Es gibt kein Abonnement, keinen gehosteten Tarif und keine Token-Gebühren durch das Projekt selbst – lediglich die Kosten für die eigenen Modelle (etwa ein bestehendes ChatGPT- oder Claude-Abo, API-Keys oder ein lokal betriebenes Modell) fallen an, wenn man nicht ausschließlich mit kostenlosen lokalen Modellen arbeitet. Finanziert wird die Weiterentwicklung durch Spenden der OpenClaw Foundation, unter anderem von OpenAI, GitHub und NVIDIA.
Mehr erfahren: OpenClaw 2.0
Wer tiefer einsteigen möchte, findet in diesen Quellen zusätzliche Hintergründe und praktische Anleitungen:
- OpenClaw 2.0 Setup Tutorial for Beginners (Security, Skills, Voice, Memory) – Schritt-für-Schritt-Einrichtung von OpenClaw 2.0 inklusive Sicherheits- und Speicher-Einstellungen.
- OpenClaw 2.0 Is Finally Here — But Is It Worth Using? – Praxistest und Einordnung, ob sich das Update für den eigenen Workflow lohnt.
- OpenClaw Full Tutorial for Beginners (Step by Step | One-Click Setup) – Ausführliches Einsteiger-Tutorial zur kompletten Ersteinrichtung.
- OpenClaw 2.0, Accidentally – Der offizielle Release-Blogpost mit Hintergründen zur Entstehung des Updates.
- InfoQ: OpenClaw 2.0 Releases with Simplified Setup and Collaborative Agents – Technische Einordnung des Releases durch InfoQ.
- Cyber Security News: OpenClaw 2.0 Released With Major Security Upgrades – Detaillierte Analyse der neuen Sicherheitsfunktionen.
OpenClaw 2.0: Häufige Fragen (FAQ)
Was kostet OpenClaw 2.0?
OpenClaw 2.0 ist vollständig kostenlos und Open Source unter MIT-Lizenz. Es gibt kein Abonnement, keinen gehosteten Tarif und keine Token-Gebühren durch das Projekt. Kosten entstehen höchstens durch das genutzte KI-Modell selbst, etwa ein bestehendes ChatGPT- oder Claude-Abo.
Wie installiere ich OpenClaw 2.0?
Am schnellsten geht es über die Desktop-Apps für macOS, Windows oder Linux direkt von openclaw.ai. Alternativ funktioniert die Installation per One-liner (curl -fsSL https://openclaw.ai/install.sh | bash) oder über npm (npm i -g openclaw). OpenClaw 2.0 erkennt beim ersten Start automatisch vorhandene Abos, API-Keys und lokale Modelle.
Was ist der Unterschied zwischen OpenClaw 2.0 und der ersten Version?
OpenClaw 2.0 vereinfacht die Installation deutlich, baut die Browser-Oberfläche komplett neu auf und führt mit Shared Cloud Sessions erstmals kollaborative Agenten-Workflows für Teams ein. Dazu kommen umfangreiche Sicherheits-Upgrades bei Plugins und Zugangsdaten sowie verbesserte native Apps für iPhone, iPad, Android, macOS und Wear OS.
Wie sicher sind meine Daten und Zugangsdaten bei OpenClaw 2.0?
OpenClaw läuft lokal auf der eigenen Hardware, Daten verlassen also nicht standardmäßig eine fremde Cloud. Zugangsdaten lassen sich über maskierte Prompts anfordern, ohne dass die Werte im Modell-Kontext sichtbar werden, zusätzlich abgesichert durch Proxy-Kontrolle, einen Team-Credential-Store und optional eine 1Password-Integration.
Welche Integrationen und Plattformen unterstützt OpenClaw 2.0?
OpenClaw 2.0 läuft auf macOS, Windows und Linux sowie als native App auf iPhone, iPad, Android, macOS und Wear OS. Angebunden werden können 29 Messaging-Kanäle, darunter WhatsApp, Telegram, Discord, Slack, Signal und iMessage, dazu Community-Skills und individuelle Plugins.
Fazit: OpenClaw 2.0 macht den KI-Agenten teamfähig
OpenClaw 2.0 löst mit der vereinfachten Installation eines der größten Probleme der ersten Version und macht den Einstieg damit deutlich zugänglicher. Mit den Shared Cloud Sessions geht das Projekt gleichzeitig einen Schritt über den persönlichen Assistenten hinaus und positioniert sich als Werkzeug für Teams, die gemeinsam an denselben Agenten-Workflows arbeiten wollen.
Für alle, die OpenClaw bereits im Einsatz haben, lohnt sich das Update angesichts der zahlreichen Sicherheitsverbesserungen bei Plugins und Zugangsdaten in jedem Fall. Wer noch gar nicht eingestiegen ist, findet mit OpenClaw 2.0 jetzt den bislang einfachsten Weg dorthin.

Ralf Schukay ist Co-Gründe von ai-rockstars und spezialisiert auf AI Engineering und Data Analytics. Er arbeitet als Teamlead Analytics & Conversion in der Berliner Digitalagentur MAI Group. Er hat über 20 Jahre Erfahrung im Bereich Web, Analytics und AI.









